„Dahoam is dahoam” auf Roadshow
Man kann fast glauben, dass den Machern der Bayerischen Daily-Soap „dahoam is dahoam” die Ideen ausgehen. Warum sonst sollten sie sich auf die harte Tour durch Bayern machen, damit neue Ideen hereinkommen?
Doch wer die Autoren und auch die Schauspieler an jenem Montag im Roten Ochsen erlebt hat, der weiß: einfallslos sind sie wirklich nicht! Schlicht der Wunsch, das Publikum einmal anzuhören und seine Sicht der Dinge kennen zu lernen, war die Motivation für die „Roadshow” (wie sagte doch Produzent Schmidt-Märkl: „Der Begriff schon gefällt mir nicht, warum sagen wir nicht einfach: Dahoam is dahoam — unterwegs?”. Recht hat er!).
Begrüßung
Nach der Begrüßung kam schon spontaner Applaus auf. Ausführender Produzent („Executive Producer”) Markus Schmidt-Märkl begrüßte die leider nur wenigen Fans, die in den Roten Ochsen gefunden hatten und stellte die Stars vor.
Für Diejenigen, die das Konzept der Serie nicht kennen, hier ein kurzer Abriss.
Dahoam is dahoam: der Hintergrund
Die Serie handelt in einem erfundenen Dorf Lansing. Gedreht wird auf dem Gelände einer ehemaligen Feinpappenfabrik am Rand von Dachau. Innerhalb kürzester Zeit wurden auf dem 15.000 m² großen Gelände alte Gebäude der Fabrik in das Filmdorf Lansing umgebaut. Es fehlt an nichts: Gaststätte samt Biergarten, Metzgerei, Apotheke, Tankstelle, Autowerkstatt und eine Kirche.
Alles dreht sich um die Einwohner des fiktiven, oberbayerischen Dorfes Lansing, deren Ängste, Sorgen, Freuden und natürlich zwischenmenschlichen Beziehungen dargestellt werden.
Die wichtigsten Familien sind die Gastwirtsfamilie Brunner und die mit ihr seit langen Jahren verfeindete Brauereifamilie Kirchleitner. Ferner sind die Familien Ertl, Preissinger, der fränkische Dorfapotheker Bamberger sowie der Bürgermeister und der Pfarrer zu nennen.
Die Stars
Horst Kummeth „wieder dahamm”
Regelrecht zum Heimspiel entwickelte sich der Abend für den Schauspieler Horst Kummeth, der in Forchheim geboren und aufgewachsen ist. So traf er heute Schulfreunde, Nachbarn und Bekannte wieder, an die er sich größtenteils noch erinnern konnte. Sehr angenehm, dass er als Schauspieler auf dem Boden geblieben ist, keinerlei Berührungsängste zeigt!
Kummeth spielt in der Serie die Rolle des fränkischen Apothekers Roland Bamberger, der immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Kundschaft hat. In der Rolle darf er auch seinen fränkischen Dialekt sprechen.
Da die Fans gefragt waren, kam auch eine dramatische Idee zur Sprache: Roland Bamberger soll eigentlich Medizin studiert haben, hat dann aber abgebrochen, weil wegen ihm ein Mensch gestorben sei. Ob diese drastische Idee umgesetzt wird? Wir werden es erfahren!
Seniorchefin Elisabeth Scheller lernte einst in der Metzgerei seiner Eltern
Kummeths Eltern hatten damals in der Vogelstraße eine Metzgerei. In dieser Metzgerei arbeitete meine Mutter Elisabeth Scheller als Lehrmädchen zur Metzgereifachverkäuferin, ein Jahr auch mein Vater (dreimal dürfen Sie raten, warum...). Natürlich hatte der Horst keine Erinnerung mehr an die Zeit, aber die Bilder kannte er schon aus den Fotoalben seiner Eltern. Herzlichen Dank für die Erlaubnis zum Veröffentlichen der Fotos!
Das Foto links zeigt das Abendessen in der Metzgerei. Dem kleinen Horst haben die Knackwürste damals schon geschmeckt. Das Foto rechts ist zu Weihnachten 1957 entstanden.
Alle Fotos (bis auf die beiden letzten) hat Udo Güldner erstellt. Herzlichen Dank für die Überlassung der Veröffentlichungsrechte!
Links
Im Moment kann man die Serie auf den Seiten des Bayerischen Rundfunk verfolgen.
- „Dahoam is Dahoam” mit Bericht über den Abend in Forchheim
- Grundsätzliches zur Serie in Wikipedia
- Drei-Wochen-Vorschau
- Kritik an der Sendung im Münchner Merkur
Den Inhalt vorstehender Webseiten mache ich mir persönlich nicht zu eigen. Die Links dienen nur der Information.












