Unsere Weihnachtskrippe
Seit seiner Kindheit, seit 1945, baut mein Vater krippen. Dieses Hobby hat ihn
nie wieder losgelassen. Am Anfang waren die Figuren noch aus Gips, selbstgebaut.
Die zweite Krippe war schon aus Pappmaché, wodurch feinere Figuren möglich waren. Die hatte der hiesige Hans Schmitt, genannt "Berchhandla" (er mochte diesen Ausdruck nicht!), in den '20er Jahren angefertigt. Schon damals hatte mein Vater die Gebäude immer selbstgebaut.
Einen gleichgesinnten Krippenfreund fand mein Vater dann 1964 in dem Eggolsheimer
Hans Dörfler. Er besorgte die ersten geschnitzten Figuren aus dem Kröttental,
ab 1965 dann aus Oberammergau, wo die Figuren auch heute noch herkommen.
Die Gestalten der Figuren sind gesetzlich geschützt und dürfen nicht
nachgeschnitzt werden. Und sie beschränken sich nicht nur auf Ochs und Esel, wie
Sie sehen können! Priester, Kaufleute, Schäfer und Engel, sogar römische
Soldaten bevölkern die kleine Welt.
Die Krippe wird immer wieder umgebaut, ganz nach der biblischen Geschichte. Der Auszug aus Ägypten, die Volkszählung, die Reise der Heiligen Drei Könige, alles wird detailgetreu nachgestellt.
Hier sehen Sie das Motiv "Mariae Verkündigung":
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt, zu einer Jungfrau, und der Name war Maria. Und er trat ein und sprach: "Sei gegrüßet, Begnadete, der Herr ist mit Dir"
Lukas 1, 26-28
Die gesamte Krippe ist im arabischen Stil gehalten. Das Ziel war, den damaligen Landschafts-
verlauf in etwa nachzubilden. Palästina war damals ein blühendes Land!
Hier kümmert sich ein Hirte um seine Schafe. Sie werden sich nicht sattsehen können
an den vielen Details.
Hier eine typische Stadtszene. Ein Kaufmann - später wird der junge Jesus sie aus dem
Tempel vertreiben - erledigt seine Geschäfte.
