Fragen Sie den Küchenmeister

Rebecca stellte am Donnerstag, den 20. März 2003 folgende Frage:

Sofort Gelantine

Ich würde gerne wissen, wo Gelantine noch verwendung findet?? Wie man Gelantine "richtig" verwendet??
Und ich hätte gerne ein paar Rezepte mit Sofort Gelantine.

Der Küchenmeister antwortet:

Gelantine ist ein Eiweißprodukt. Es besteht fast nur aus Protein und eingelagertem Wasser.

Hergestellt wird sie aus Schweineschwarten, Kalbsfüßen und Rinderknochen. Für islamische Länder gibt es Schweinefreie und für Indien Rinderfreie Gelantine ;-)

Um die Bindefähigkeit der Gelantine auszunutzen, muss sie immer zuerst eingeweicht werden. Man verwendet dazu kaltes Wasser, damit sie sich nicht sofort auflöst. Es ist gut, wenn man die Blätter einzeln ins kalte Wasser gibt.

Die Blätter dann herausnehmen, ausdrücken (!) und in die heiße zu bindende Masse geben. Was heißt "heiß" - Lauwarm ist das mindeste, sonst löst sich die Gelantine nicht auf und es entstehen Gummifäden.

Das ist eigentlich alles. Langsames Abkühlen bewirkt aus physikalischen Gründen eine stärkere Gelierwirkung als schnelles Abkühlen.

Gelantine wird z.B. in Süßkram wie Gummibärchen verwendet. Sülze, Cremespeisen und Götterspeise sind weitere Beispiele.

Man könnte mit Gelantine (weil Eiweiß) eine Verbindung aus Fett und Wasser für eine Sauce herstellen. Experimentell habe ich das einmal gemacht. Das Ergebnis überzeugt von der Konsistenz, aber nicht vom Geschmack.

Was "Sofortgelantine" ist, weiß ich nicht.

 

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