Nachdem es bis diese Woche noch recht scharf zugegangen ist (
Scharfe Wochen), kehren wieder ruhigere Zeiten ein.
Ab Allerheiligen gibt es Wildspezialitäten. Natürlich ist Allerheiligen auch mittags geöffnet und dann können Sie bei uns Rehbraten, Fasan, Hase und Hirsch genießen.
Dass gerade im Herbst so viel Wild angeboten wird ist kein Zufall. Die Bäume und Sträucher verlieren ihre Blätter, die Felder sind abgeerntet, und so findet das Wild keine Deckunge mehr. Außerdem wird es kälter, die Wildtiere legen ihren Winterspeck an und sind dann viel aromatischer und natürlich auch fetter.
Trotzdem ist Wildbret, im Vergleich zum Schweinefleisch, viel gesünder. Wildfleisch ist arm an fett, dafür reich an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Es enthält ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst synthetisieren kann.
Wildpasteten galten schon im vorrevolutionären Frankreich als Delikatesse. Heutzutage lässt man gerne den Teigmantel weg, damit das Gericht "leichter" wird. Korrekterweise wird es dann als Terrine bezeichnet. Die ergibt, aufgeschnitten und mit Salat und vielleicht Pfifferlingen serviert, eine prima Vorspeise.
Wildgeflügel, in unserem Fall Fasan ist immer eine besondere Leckerei! Sorgfältig muss man das Tier untersuchen - schließlich wurde es mit Schrot geschossen (Vielleicht wäre eine humanere Methode, dass man gefangene Tiere in den Bundestag bringt, wo sie sich zu Tode langweilen).
Und natürlich der klassische Rehbraten. Das Reh, der König der Wildgerichte. Fein und zart im Fleisch, leicht süßlich im Aroma, was man noch durch die Preiselbeeren unterstützt. Die leckere Sauce kann man gut mit Kloß - oder auch mit Spätzle - aufnehmen und sich schmecken lassen.
Aber auch neue Gerichte halten Einzug in die Küche. Wir probieren einmal Ravioli mit Wildfleischfüllung in einer Sahne-Sauce mit Speck, Zwiebeln Pfifferlingen. Etwas frischer Schnittlauch rundet den Geschmack ab. Eine gute Alternative für den kleineren Hunger.