Der alte Kühlraum ist Vergangenheit
Wer früher zu uns hinten herum kam, und das dürften auch einige
Schachspieler vom SC Forchheim gewesen sein, kennt noch den alten Kühlraum. In schöner sonniger Südlage, für einen Kühlraum nicht unbedingt die beste Wahl, nahm er viel Raum und Platz weg.
Seit Ende April ist er nun Vergangenheit. Der Abriss war für meine Verhältnisse ein ziemlicher Akt. War doch die Mauer sehr sehr solide gebaut. Er stammt noch aus Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals wurde noch mit Stangeneis gekühlt. Mangels eigener Kühlmaschine lieferte das Brauhaus Forchheim und später die Brauerei Schindler (beide Forchheimer Brauereien sind leider Vergangenheit) in größeren Mengen dreimal die Woche Bier und eben die Eisstangen. Diese wurden durch ein Fenster im hinteren Bereich eingeschoben, so dass man nicht einmal die Kühlraumtür öffnen musste.
Das Eis hielt lange genug vor, um das Bier stets schön frisch zu halten.
Zu Beginn der 60er Jahre wurde dann eine Kühlmaschine installiert. Die hielt gut 15 Jahre durch, bevor sie durch eine neue ersetzt wurde. Das letzte Aggreggat habe ich vor ein paar Jahren installiert.
Beim Abriss bemerkten wir, dass der Kühlraum sehr clever gebaut war. Noch mit echtem Holz[tm] und Teerkork als Isolationsmaterial. Dieser Teerkork wurde verwendet, weil Styropor damals noch sehr ungebräuchlich war. Es handelt sich einfach um Korksplitter, die mit Bitumen gebunden waren. Übrigens konnte der kostengünstig als Restmüll auf der Deponie entsorgt werden.
Der Kühlraum war direkt an die Scheune angebaut. Beim Abriss traten ein paar zusätzliche Scheunenfenster hervor, wieder wird es ein Stück heller und luftiger im Roten Ochsen.