Da schau her. War ganz schon was los am Karfreitag. Nachdem wir letztes Jahr gar nicht geöffnet hatten, waren wir nur in ganz kleiner Besetzung: Nelli und ich schmissen den Laden alleine.
Ganz begeistert waren die Gäste von den Limandesfilet. Limandes schreibe ich deswegen, weil die korrekt zoologische Bezeichnung „Rot-Zunge” sich gleich auf zweierlei Arten schlecht anhört (Rotz-unge und natürlich rote Zunge). In Wirklichkeit sind die Limandes einfach nahe Verwandte der Seezungen, viele Gastwirte scheren sich überhaupt nicht um die Bezeichnung und schreiben gleich Seezungen.
Was es allerdings nicht geben wird am Karfreitag: ofenfrische Schäuferla. Man glaubt es kaum, aber selbst das wurde verlangt. Gut, man kommt wahrscheinlich nicht in die Hölle (die Vorhölle alias Fegefeuer wurde ja kürzlich abgeschafft), aber es offenbart doch einen gewissen Mangel an Kultur.
Und auch am heutigen Samstag hatte ich gut zu tun. Sowohl durchreisende Gäste zu mittag als auch weit angereiste Gäste am Abend. Samstag gab es natürlich ofenfrische Schäuferla. Und dafür sind Gäste 60 km (einfach!) gefahren. Und danach 60 km wieder zurück. Das ist eine Ehre — und eine Verfplichtung.
Auch „aus dem Internet”, genauer gesagt vom Usenet, hatten wir wieder Besuch.