Biertest auf den Hallerndorfer KellernMontag, 28. Juli 2008Zur Zeit ist ja wieder Annafest. Da wir für morgen mit unserer Kleinen einen Besuch dort vor haben, zog es uns heute bei dem herrlichen Wetter diesmal auf die Hallerndorfer Keller. Zuerst zum Lieberth-Keller. Christian Volkmuth als Braumeister braut ein süffiges Pils, das ich vor einigen Tagen bei einem (Computer-)Kunden probieren durfte. Sehr süffig, aber ich habe es nicht gut vertragen. Der Magen hat ein wenig ob der Bitterkeit protestiert. Geschmack war sehr gut, nur eben die Verträglichkeit. Wer weiß, vielleicht schmeckt es aus dem Fass auch noch besser? So zogen wir also frohgemut in strahlendem Sonnenschein auf den Kreuzberg bei Hallerndorf. Vorbei am Friedl-Keller mit dem riesigen, beeindruckenden Spielplatz ging es zum benachbarten Lieberth-Keller. Dort nahmen wir Platz. In Selbstabholung werden dort Speisen und Getränke verkauft, das Bier 0,5 l zu 1,80 Euro. Dort wird Lagerbier vom Fass ausgeschenkt. Der Kümmelbraten war sehr fein, Nellis Sülze mit Röstkartoffeln wird wohl demnächst auch auf unserer Brotzeitkarte zu finden sein. Und wunderschön das Bier! Ein richtiges fränkisches Kellerbier. Mund auf, rein, laufenlassen - genau so soll es sein. Auch Nelli schmeckte es sehr fein und sie fand es fruchtig und lecker. Danach zog es uns auf einen der benachbarten Keller, denn ich war neugierig, wie sich die Hallerndorfer Biere unterscheiden. Ich sage jetzt bewusst nicht welchen, damit ich mir nicht eine Unterlassungsklage einfange. Mein völlig subjektiven Eindrücke lassen sich wie folgt zusammenfassen: für ein „Zwickl”-Bier (naturtrüb) eindeutig viel zu bitter. Ich hatte geradezu den Eindruck einer holzigen Bitterkeit. Ich hab es halb stehen lassen und holte mir ein Schwarzbier, von dem ich mir mehr versprach. Es war tatsächlich etwas besser, das Malz leicht geräuchert, aber auch insgesamt viel zu bitter. Dann wurde ich erkannt und die Chefin kam zu uns an den Tisch. „Gell, ihr habt heut wohl euern Ruhedooch?”. Äh ja. Genau. „Do schau her. Und dann kummerns zu uns aufn Keller. Schöö.” Dann hub Sie zu einem längeren Monolog über die Philosophie ihrer Biere an, eigene Hefe, nur bestes Malz, etc. pp. Einen Satz sagte sie öfter: „Wir wollen kein Massenbier werden.” Ich denke mal, da braucht sie sich keine Sorgen zu machen. Schon wieder TV...Freitag, 25. Juli 2008
Das wird ja langsam langweilig. Gerade erreicht mich folgende Mail
Janus TV produziert für den Fernsehsender Kabel1 das Format „Abenteuer Alltag“, das täglich um 16.45 läuft und in dem verschiedenste Berufsbilder und Tätigkeiten porträtiert werden. Hierfür möchten wir gerne eine 25 minütige Reportage über das Wirtshaus „Roter Ochs" realisieren. Wir würden Ihren Arbeitsalltag über einen Zeitraum von 3 Tagen mit der Kamera begleiten. Nachdem ich die Sendung einmal gesehen habe, habe ich eigentlich kein Interesse. Bier-NachfolgerDienstag, 22. Juli 2008Nachdem die Maisel Brauerei uns 30 Jahre lang mit ihrem Bier versorgt hat, ist demnächst Schicht im Schacht - bis 30.07. geht noch der Betrieb, und was danach kommt, weiß kein Mensch. Wir sind derweil auf der Suche nach Nachfolgern. Mehrzahl! Wir werden uns nicht mehr an eine einzelne Brauerei binden. Natürlich gibt es zwei Brauerein, die in Forchheim sind: Braurei Josef Greif und Brauerei Neder. Greif wird uns mit Pils, Hell, dem ausgezeichneten Weizen und leichtem Weizen versorgen. Neder liefert Schwarze Anna, Hell, Kellerbier und Anna Weiße. Als Ergänzung für unser Sortiment dann noch Elch-Bräu aus Thuisbrunn im Dunkelbereich, vom Fass. Außerdem komme ich wohl am Breitenlesauer Krug Bräu und am Unterzaunsbacher nicht wirklich vorbei. Leichenfledderer?Bemerkenswert ist, dass offenbar eine Reihe von größeren Brauerein (und das ist im Fränkischen nicht wirklich groß) die Gunst der Stunde nutzt und in ehemaligen Maisel-Gefilden wildert. Da wäre z.B. die Brauerei Reckendorf (nicht wirklich interessant, das Bier. Gut, aber nichts besonderes). Ein ehemaliger Maisel-Vertreter arbeitet dort und klappert jetzt offenbar die Gaststätten ab, in denen er bekannt ist. Nunja. Auch er muss sehen, wo er bleibt, insofern habe ich dafür Verständnis. Ändert aber nichts daran, dass mir das Bier nicht gefällt. Auch die Wolfshöher Brauerei wildert. Der Preis ist fast unschlagbar; allerdings hat Wolfshöher in Forchheim seit der Übernahme des Brauhaus Forchheim keinen guten Ruf. Das Bier selbst ist auch nicht der Bringer. Kitzmann war der dritte, der angefragt hat. Böse Zungen behaupten, dass in Kitzmann der falsche Vokal steckt. So weit würde ich jetzt nicht gehen. Aber das Bier ist auch nichts besonderes. Heute war der Leikeim-Vertreter da und hat offenbar ein paar Flaschen vergessen. Naja, für Cola-Weizen und Radler kann man es wohl nehmen.... Nein: wir suchen uns jetzt alle Biere sehr sorgfältig aus. Bier braucht Heimat, und ab einer gewissen Größe geht das nicht mehr. Lieber eine winzige Familienbrauerei mit einer Sorte als einen Universal-Lieferanten. TrompetenkäferMontag, 7. Juli 2008Meine Kleine ist ja mittlerweile fünf Jahre alt und ziemlich aufgeweckt. In vielen Dingen hat sie schon ihren eigenen Kopf und wie das mit Kindern so ist, wird man von den Sprüchen doch ziemlich überrascht. Der heutige Vorfall schoß mal wieder einen Vogel ab... "Trompetenkäfer" vollständig lesen Brand im Brauhaus LeikeimDonnerstag, 3. Juli 2008In der Brauerei Leikeim hat es gebrannt. Gerüchteweise wollen sie jetzt auch ein Rauchbier ins Programm nehmen.
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