Unverhofft...Mittwoch, 27. Januar 2010
...kommt wirklich oft.
So waren wir heute eigentlich nur im Gasthaus, um am Saal weiterzubasteln. Eine junge Familie hatte sich angekündigt, die Taufe des Sohnes zu feiern. Und das musste besprochen werden. Wie das halt so ist, kommt man ins Gespräch. Stellt sich raus, der Mann hat Koch gelernt, arbeitet jetzt im Krankenhaus. Da meine Nelli Altenpflegerin ist, war das Thema gefunden. Die Frau hat in der Gastronomie gearbeitet und alle zusammen mögen wir Louis de Funès. Zack, sind zwei Stunden um. Zwei GUTE Stunden.Gastronomie ist ein schöner Beruf. BauernschmausSonntag, 24. Januar 2010
Bauernschmaus auf Holzteller, sorry für das schummrige Licht Rohes Kassler wird in einem großem Topf mit frischem Sauerkraut gekocht. Das Kraut schmeckt danach wunderbar gut, und das Kassler bleibt saftig. Neudeutsch also eine Win-Win-Situation. Dann kommt eine Tranche vom Kassler in die Pfanne und wird kurz angebraten. Mit etwas Speck wird es dann auf Sauerkraut (ja, genau auf diesem Sauerkraut) angerichtet, mit deftigen Bratkartoffeln und gestampften Erbsen serviert. Dass die Erbsen gestampft werden, hat nichts mit dem Geschmack zu tun. Ich will nur verhindern, dass die Dinger beim Servieren vom Brett rollen ;-) Nein, im Ernst: die Erbsen nehmen so die Gewürze besser auf. Außerdem steht wie zufällig ein Glas fränkischer Obstler mit auf dem Brett. Wenn Sie alles aufgegessen haben, werden Sie ihn auch brauchen. Ab sofort auf unserer Speisekarte. Saalrenovierung, es geht voranDonnerstag, 21. Januar 2010
Langsam spricht es sich unter unseren Gästen rum: wir tun uns eine große Renovierung für unsere Gaststätte an. Zuerst fangen wir mit dem Saal an. Ein Wasserschaden letztes Jahr gab noch den Ausschlag, baldmöglichst anzufangen. Aus dem alten "Kirchweihsaal" soll wieder ein richtiger Festsaal werden.
Hinter der Täfelung ist rohes Mauerwerk. Kein Wunder, dass wir Schwierigkeiten hatten, den Saal richtig warm zu bekommen! Ein paar neue Heizkörper und neue Heizungsrohre sind ebenfalls fällig. Aber die Hauptarbeit ist eine andere. Die Bühne wird nun anders genutzt. Statt der relativ kleinen Fenster kommen große, bodentiefe Fenster zum Einsatz. Auch auf der Ostseite der Bühne wird es neue Fenster geben. Die alten bunten Fenster werden durch Klarglas-Isolierfenster ersetzt. Von der Bühne aus hat man einen herrlichen Ausblick, bis nach Marloffstein! Unverbaubar werden wir wohl eher das Problem haben, dass es zu hell wird... Insgesamt wird es viel freundlicher, heller und wegen der gedämpften Farbe auch gemütlicher. Hier schon mal ein erster Eindruck auf den Plänen:
Natürlich gibt es auch eine neue Beleuchtung. Die großen Kronleuchter und Seitenleuchten kommen weg, stattdessen viel indirektes und "unsichtbares" Licht - die Lichtquellen werden versteckt. Aber es ist eine Menge Arbeit. Bis man weiß, was man will, bis die Angebote auf dem Tisch liegen, die Bank zugestimmt hat... usw. Drücken Sie uns die Daumen! Linkliste #8Donnerstag, 14. Januar 2010Samstag geschlossenFreitag, 8. Januar 2010
Manchmal geht das Leben seltsame Wege. Wie vielleicht einige schon wissen, kommt meine Frau Nelli aus Tadschikistan. Das liegt ca. 6000km von Deutschland entfernt. Ihr Ex-Mann war "Volksdeutscher" und durfte deshalb - zusammen mit anderen - in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Deutschland einreisen.
Und nun, nach 18 Jahren kommt wieder ein Kontakt zustande. Nelli hat eine alte Schulkollegin aus Kurgan-Tyube wieder gefunden, die ebenfalls in Deutschland lebt. Und am morgigen Samstag sind wir auf Silberhochzeit eingeladen. Deshalb ist am Samstag abend ausnahmsweise geschlossen. Hoffentlich hält das meine Leber aus. Neujahr und Neujahrs-BluesDonnerstag, 7. Januar 2010
Erstmal ein "Gesundes neues Jahr" allen Gästen und Lesern!
Bei mir selber hat die Grippe (eher ein grippaler Infekt) kräftig zugeschlagen. Wir hatten im Dezember von 31 Tagen ganze 26 offen, in der Silvesternacht war ich fast 24 Stunden auf den Beinen (und gearbeitet, nicht gefeiert ;-).
Das Silvestermenü war ein Riesenerfolg, es lief wie am Schnürchen. Wie immer feiern wir mit unseren bis 12 Uhr übriggebliebenen Gästen. Diesmal gab's sogar ein kleines Feuerwerk. Und anschließend ging es weiter.
Viele unserer Gäste kommen von weiterher und übernachten dann auch bei uns. Eine Familie aus dem Saarland hat eine "Feuerzangenbowle" mitgebracht. Lecker, aber sehr gefährlich! Ich hab mich etwas zurückgehalten und "nor einen wänzigen Schlock" (Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Feuerzangenbowle) genommen.
Trotzdem bin ich erst gegen die übliche Frühstückszeit zum Schlafen gekommen.
Das hat wohl der Stamm der Virii ausgenutzt und zugeschlagen. In Folge dessen war ich fast acht Tage außer Gefecht gesetzt.
Der Körper nimmt sich halt, was er braucht.
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