Des Menschen bester Freund ist nicht immer gern gesehener Gast im Restaurant. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, hier einige Tips, was zu beachten ist, wenn Sie Hunde ins Restaurant oder in den Biergarten mitbringen.
Hund als Rudeltier
Hund leben wie ihre Stammväter, die Wölfe, in Rudeln. Für Hunde ist es eine Qual, alleine irgendwo eingesperrt zu sein. Die Familie ist für einen Hund gewissermaßen das Ersatzrudel. In diesem "Rudel" sucht auch ein Hund seinen Platz und gehört damit gewissermaßen zur Familie. Da ist es nur natürlich, dass Hundebesitzer ihre vierbeinigen Lieblinge auch gerne ins Restaurant mitnehmen möchten.
Fragen Sie!
Das Wichtigste zuerst: Fragen Sie! Nicht in jedem Restaurant ist ein Haustier erwünscht. Das kann die verschiedensten Gründe haben, die Sie jedoch in jedem Fall akzeptieren müssen. Der Wirt hat das Hausrecht - und Sie haben das Recht, woanders hin zu gehen. Das muss dann der Wirt verstehen!
Während in einem Biergarten wohl nichts gegen einigermaßen erzogene Hunde einzuwenden ist, wird es im Restaurant schon problematischer.
Vor dem Restaurantbesuch
Geben Sie dem Hund genügend Auslauf. Im Restaurant muss er die meiste Zeit still sitzen, und so sollte man entweder vorher einen Spaziergang machen oder sich zwischendurch Zeit nehmen und dann mit dem Hund auf eine Runde raus gehen. Hinterlassen Sie dem Wirt ein Pfand und sagen Sie Bescheid, damit dieser nicht nervös wird! :-)
Eigentlich selbstverständlich
Der Hund sollte ruhig unter dem Tisch bleiben. Hunde haben auf Stühlen oder auf der Bank nichts zu suchen. Eine Ausnahme bilden die ganz kleinen Schoßhunde - dann bringen Sie bitte ihre eigene Decke mit.
Hunde sollten im Restaurant nicht gefüttert werden, schon gar nicht vom Geschirr, das für andere Gäste bestimmt ist.
Bettelnde und frei herumlaufende Hunde sind eine Qual für Herrchen und andere Gäste. Das Betteln ist nur Ausdruck dafür, dass die Hunde ihren Teil der Beute fordern und ein völlig natürliches Verhalten - aber eben unerwünscht. Man kann es ihm im Lauf der Zeit durch Ignoranz abgewöhnen. Leinen Sie ihren Hund an. Köche schätzen Besuche von Haustieren in der Küche in der Regel nicht. Vorsicht vor allem beim Chinesen. :-)
Respektieren Sie, wenn andere Gäste Angst vor Hunden haben und fragen Sie Ihren Tischnachbarn, ob Sie am Nebentisch mit ihrem Hund Platz nehmen dürfen.
Die Platzwahl
Versetzen Sie sich geistig in die Situation ihres Hundes. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, wo der Hund sich auf dem Boden ausstrecken kann. Hunde fühlen sich wohl, wenn sie "Rückendeckung" haben - am besten ist ein Ecktisch mit einer Bank oder im Notfall ein Tisch an der Wand mit ausreichend Platz zu anderen Gästen - und anderen Hunden.
Ein Hund braucht Platz! Unterm Tisch ist er den Füßen ausgesetzt und möchte nicht getreten werden.
Ein Hund sollte niemals an einem zentralen Ort abgelet werden. Er will sonst als territorial orientiertes Tier den ganzen Raum kontrollieren und verteidigen.
Gewöhnung hilft
Nicht jeder Hund ist für den Restaurantbesuch geeignet. Ein Restaurantbesuch ist Stress für den Hund, viele fremde Leute, viele Gerüche und ein völlig unklares Revier. Das Alter der Hunde spielt dabei keine Rolle. Auch junge Hunde können bereits gut erzogen sein. Gewöhnen Sie Hunde langsam an Restaurants. Gehen Sie zuerst einmal in den Biergarten, wenn er spärlich besetzt ist. Wenn das gut klappt, dann einmal in eine ruhige Kneipe - nichts essen, nur kurz was trinken. Und so weiter, man kann die Dosis langsam steigern. Der Restaurantbesuch im vollbesetzten Restaurant ist dann die Königskrone. Der Hund muss lernen, zu ruhen, wenn das Rudel ebenfalls ruht.
Am Schluss werden sie einen zivilisierten Hund haben, der sich durch nichts erschüttern lässt. Und dieser Hund ist dann ein gern gesehener Gast auch in unserem Restaurant.