Die
Süddeutsche Zeitung
berichtet heute über Alfons Schuhbeck. Nein, nicht im gastronomischen Teil, sondern im Wirtschaftsteil.
Gegen Schuhbeck werden Vorwürfe laut, er würde Mitarbeiter unter Tarif bezahlen. Einem seiner Chef de rang (Tariflohn 1947 Euro brutto) soll er nur 1000 Euro brutto gezahlt haben, bei 6 Arbeitstagen die Woche.
Für Insider sind solche Geschichten nicht neu. Jeder Koch, der weiterkommen will, nimmt untertarifliche Bezahlung und übertarifliche Arbeitszeiten in Kauf. Für die Starköche sind solche Mitarbeiter eine willkommene Möglichkeit, die riesige Menge an (Hand-)arbeit überhaupt zu bewältigen. Trotzdem natürlich eine fiese Frechheit.
Schuhbecks Sprecherin (!) fragte süffisant zurück, "warum ein Chef de rang für solche einen Lohn überhaupt anfangen sollte" und gab ansonsten keinen Kommentar. Auch von Schuhbeck selbst war nichts zu hören.
Die Süddeutsche hat jedoch einen Arbeitsvertrag in Kopie vorliegen, auf dem eindeutig dieser Betrag steht. Außerdem die Vereinbarung "über die Höhe der Vergütung Stillschweigen zu bewahren".
Der Gewerkschafter, der die Vorwürfe erhebt, hat sich allerdings schon einmal vergriffen. Schon früher hatte er prominente Münchner Wirte verdächtigt, ihre Mitarbeiter unter Tarif zu bezahlen, konnte jedoch seine Vorwürfe nicht belegen.
Man wird sehen, was dabei rauskommt.