AusgerauchtMontag, 5. Juli 2010So, nun ist es also soweit. Nach langem Gezerre und vielen gegenseitigen Verwünschungen hat man das gemacht, was man von anfang an hätte machen sollen. Der Wähler hat entschieden. Mit fast 70% im Forchheimer Landkreis und über 60% in ganz Bayern haben sich die stimmberechtigten Bürger für die Verschärfung des geltenden Rauchverbots ausgesprochen. Das pikante daran ist: der Gesetzentwurf ist fast völlig identisch mit dem alten der CSU. Ein politisch genialer Schachzug der fast unbekannten ÖDP, die sich damit wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht hat. Lediglich die Ausnahme der Raucherclubs (die in Wirklichkeit ja gar keine Clubs sind, sondern einfach Gaststätten, in denen geraucht wird) wurde gestrichen. Wie sieht's nun aus? Der Sprecher des Aktionsbündnisses „Bayern sagt Nein” macht vor allem die geringe Wahlbeteiligung verantwortlich, und behauptet nun, dass eine Minderheit hier über das Rauchverbot entschieden hätte. Tja, Herr Bergmüller, so funktioniert halt Demokratie. Wer nicht wählen geht, ist selber schuld. Das für mich nun bemerkenswerte ist die Gleichbehandlung. Ob in öffentlichen Gebäuden, Vereinsheimen oder in Gaststätten, überall ist nun das Rauchen verboten. Bisher hatten die Festzeltbetreiber da eindeutig eine Sonderbehandlung, obwohl in Festzelten gegessen wird und sich auch Jugendliche aufhalten. Bleibt abzuwarten wie die Behörden das neue Gesetz auch durchsetzen werden. Das Schlimmste sind Gesetze, an die sich keiner hält, wenn weiterhin die Aschenbecher auf den Tischen stehen und Nichtraucher, die sich gestört fühlen, nach draußen verwiesen werden. Das wäre eine groteske Verzerrung des Freiheitsbegriffs. Als Gastwirt bin ich froh, dass ich diese unselige Trennung von Nichtrauchern und Rauchern nicht mehr vornehmen muss. Ein Teil des Dramas war die Empfehlung des Gaststättenverbandes, einen Nichtraucherbereich und einen Raucherbereich auszuweisen. Das hat zu massiven Problemen geführt. Einerseits gab es Raucher, die im Raucherbereich keinen Platz mehr fanden und dann natürlich in den Nichtraucherbereich gingen (Unmut!), andererseits gab es im Grenzbereich immer Rauchverwehungen (Unmut!) und zu guter Letzt den Streit innerhalb der Gruppen „geh'n wir in Raucher oder Nichtraucher?” - was schon manche Freundschaft belastet hat (Unmut!). Mit einem Aufatmen nehme ich deswegen die Entscheidung zur Kenntnis. Kein Raucher muss bei mir alleine auf die wunderschöne Terrasse gehen. Wo steht denn, dass die Nichtraucher alleine am Tisch sitzen müssen? Leute, einigt euch auf Rauchpausen und dann, liebe Nichtraucher, zeigt, dass das Rauchen an sich unwichtig ist und begleitet die Raucher auf die Terrasse. Lasst Euch die Gemeinsamkeit nicht verderben. Auch der Wirt nimmt mal seine Kaffeetasse und geht mit. Die Polizei, dein Freund und HelferDonnerstag, 15. Januar 2009
Aus Sueddeutsche.de:
Wenn die Wirtin lallt: Weil eine Kneipenwirtin in Mannheim zu betrunken zum Rechnen war, hat die Polizei ihre Kunden abkassiert. Bei einer Kontrolle hatten die Beamten bemerkt, dass sich die Wirtin kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Da weder die 38-Jährige noch die beiden letzten Gäste in der Lage waren, die ausstehenden Rechnungen zu addieren, halfen die Polizisten aus.So soll das sein. Aus mit dem schiefen Haus...Donnerstag, 18. Dezember 2008Die Nordbayerische Nachrichten berichten meist über Restaurant-Eröffnungen. Diesmal ist es anders. Eines der bekanntesten Restaurants schließt. Das sogenannte »Schiefe Haus«, die Kammerer's Mühle schließt das Restaurant. Nun sollte ich eigentlich froh sein, wenn ein Konkurrent weniger da ist. Solches Denken ist mir längst fremd geworden. Statt dessen bin ich traurig darüber, dass wieder einmal ein Restaurant mit gehobener Küche schließen muss. Die Zeiten sind eben hart geworden. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Auch diese Regel scheint sich wieder zu bewahrheiten. Auch für uns war dieses Jahr nicht leicht. Zweimal mussten wir Veranstaltungen schon mangels Gästen absagen. Deshalb haben wir auch die Karte geändert und es sind weniger komplizierte Gerichte zu finden. Statt Seeteufel gibts halt Schnitzel. Auch mit einfachen Gerichten kann man viel richtig (und natürlich auch viel falsch) machen. Es kommen auch wieder andere Zeiten und das Kochen hab ich natürlich nicht verlernt. Auf Bestellung mache ich nach wie vor alles, was es vorher auch gab (und noch mehr). Da ich jedoch im Gegensatz zu früher alleine koche — früher waren wir zu viert in der Küche —, geht es eben nur nach guter Vorbereitung. Trotzdem bin ich zu jeder Schandtat bereit, wenn es zeitlich halt passt. Sie möchten wieder feine Küche in Forchheim? Es liegt an Ihnen, liebe Gäste und nicht am saudi-arabischen Wirtschaftsminister, wie die NN schreibt, denn dieser kommt nur einmal im Leben. Schachtreff eröffnetMittwoch, 1. Oktober 2008Der Schachclub Forchheim ist nun über sechs Jahre hier im Roten Ochsen. Für mich als Schachspieler und Webmaster des Schachclub ist es immer wieder schön, bei kleineren Turnieren auch einmal mitzuspielen. Doch außer zum Bierschach und zur Saisonabschlussfeier, gelegentlich mal ein Blitzturnier, habe ich nicht allzuviel davon. Immer steht die „Drohung” einer Bestellung im Hintergrund, was mich tüchtig vom Schachspielen ablenkt. Doch jetzt, wenn am 03.Oktober der Schachtreff für alle öffnet, werde ich wohl die eine oder andere Partie mit spielen können, ohne Zeitbegrenzung, ohne allzugroßen Ernst. Der Schachtreff richtet sich an Hobbyspieler, die nicht unbedingt einen Verein angehören wollen, sondern nur einfach mehr oder weniger enthusiastisch die Figuren hin- und herbewegen möchten. Es wird sich nicht verhindern lassen, dass der ein oder andere dabei etwas lernt, aber zu ernst soll es dabei nicht zugehen. Ich selbst freue mich besonders auf Besucher, deswegen öffne ich das Gasthaus schon um ca. 16 Uhr.
Geschrieben von Konni Scheller
in Events, Gastrokultur, Haus & Hof
um
11:50
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Gasthaus Roter Ochs - Kirchplatz 3 - 91301 Forchheim - Tel. +49 9191/4511
