Start der KarpfensaisonFreitag, 27. August 2010
In einigen Tagen ist wieder September, der Hochsommer ist gelaufen. Mir kam es eher so vor, als hätten wir den längsten April der Geschichte erlebt.
Das schöne an dem Monaten mit "R": Es gibt wieder Karpfen!
Der Karpfen ist im Frankenlande schon seit Jahrhunderten heimisch. Schon immer war er ein begehrter Speisefisch und eine Eiweißreserve für die fleischlose Fastenzeit.
Der Aischgründer Karpfen ist seit dem Mittelalter bekannt. Im Mittelalter war der Karpfen ein hochgeschätzer Speisefisch, die Preise waren zeitweise exorbitant. Im Jahr 1657 wurden laut alten Aufzeichnungen für ein Pfund Karpfen 6 Kreuzer bezahlt. Das war in etwa der halbe Tagesverdienst eines Arbeiters.
Wir bereiten die Karpfen auf klassisch-fränkische Art: Mit Mehl bestäubt und in Fett schwimmend gebacken. Natürlich gibt es ihn auch in pikant als Pfefferkarpfen und blau im Wurzelsud mit Frankenwein. Wer es grätenfrei mag, bevorzugt das Karpfenfilet.
Dazu empfehlen wir Ihnen einen wunderbaren Rotling vom Weingut Gebrüder Müller aus Iphofen. Bei schönem Wetter auch gerne auf unserer Terrasse - ein Hochgenuss!
BauernschmausSonntag, 24. Januar 2010
Bauernschmaus auf Holzteller, sorry für das schummrige Licht Rohes Kassler wird in einem großem Topf mit frischem Sauerkraut gekocht. Das Kraut schmeckt danach wunderbar gut, und das Kassler bleibt saftig. Neudeutsch also eine Win-Win-Situation. Dann kommt eine Tranche vom Kassler in die Pfanne und wird kurz angebraten. Mit etwas Speck wird es dann auf Sauerkraut (ja, genau auf diesem Sauerkraut) angerichtet, mit deftigen Bratkartoffeln und gestampften Erbsen serviert. Dass die Erbsen gestampft werden, hat nichts mit dem Geschmack zu tun. Ich will nur verhindern, dass die Dinger beim Servieren vom Brett rollen ;-) Nein, im Ernst: die Erbsen nehmen so die Gewürze besser auf. Außerdem steht wie zufällig ein Glas fränkischer Obstler mit auf dem Brett. Wenn Sie alles aufgegessen haben, werden Sie ihn auch brauchen. Ab sofort auf unserer Speisekarte. Scharfe Wochen 2009Dienstag, 29. September 2009
Nun ist es endlich wieder so weit: Die Scharfen Wochen in der fränkischen Schweiz fangen in ein paar Tagen an. Wie jedes Jahr im Oktober, verpflichten sich die einheimischen Gastronomen, mindestens vier Meerrettichgerichte auf die Speisekarte zu setzen.
Natürlich reicht mir das nicht, wir machen gleich eine besondere Speisekarte, und auch ein Merrettich-Menü, das es ab Samstag bei uns zum Genießen gibt.
Meerrettich als solcher ist eine uralte Art, den Speisen "Pfiff" zu verleihen. Im Gegensatz zu Chili wird seine Schärfe auch gut von Leuten vertragen, die gegen Capsaicin empfindlich sind, beruht doch die Schärfe auf ätherischen Ölen.
Diese Schärfe aktiviert das Immunsystem, und somit schützt der Meerrettich uns jetzt besonders gut, wenn im Herbst die kalten Winde ums Haus pfeifen und es wieder kälter und ungemütlicher wird.
Geschrieben von Konni Scheller
in Essbares, Events, Rezepte
um
20:14
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SchnitzeltageSonntag, 25. Januar 2009
Die Wiedereinführung des Schnitzels in unsere Speisekarte hat sich als voller Erfolg erwiesen. Vor allem die Jugend des Schachclubs fährt voll darauf ab (neben dem Dauerbrenner „Eingeschnittene Klöße”).
Zuerst ging mir das Schweinefleisch für die Schnitzel aus. Das kommt schon mal vor. Danach gingen heute mittag die Kalbsschnitzel sehr gut. Gegen Abend hatte ich keine Semmelbrösel mehr. Mir ist schon viel passiert, aber die Semmelbrösel sind noch nicht ausgegangen.
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