Latte Macchiato - das Rezept
Wohl kaum ein Heißgetränk wird zur Zeit so häufig nachgefragt wie Latte Macchiato. Liegt es daran, dass es ein optischer wie kulinarischer Genuß ist? Egal, hier jedenfalls das Rezept zu dem beliebtesten Heißgetränk des letzten Jahres!
Das Werkzeug für Latte Macchiato
Eigentlich ist Latte Macchiato nichts anderes als aufgeschäumte Milch, in die ein Espresso gekippt wird.
Aber wie so oft liegt die Feinheit im Detail: ein gut gemachter Macchiato ist aus mehreren Schichten aufgebaut,
die nicht ineinander verlaufen.
Das nötige Werkzeug dürfte in jedem Haushalt vorhanden sein: Ein flaches Töpfchen, ein Schneebesen, ein kleines Kännchen und ein Macchiato-Glas - ein hohes Glas, möglichst etwas dicker. Schließlich kommt heiße Milch hinein und das muss das Glas aushalten!
Espressomaschine
Und natürlich: eine Espressomaschine! Ich bevorzuge im Moment die Modelle von Jura. Sie mahlen den Espresso frisch
und sorgen für hervorragende Qualität. Als Espresso verwende ich bevorzugt Lavazza rosso, der mir persönlich am
Besten schmeckt.
Achten Sie darauf, dass die Espressomaschine genügend Druck erzeugt. Es gibt Espresso-Mahlwerke, die getrennt von Maschinen den Espresso mahlen, und solche, die ein Mahlwerk eingebaut haben.
Die aufgeschäumte Milch
Wahrscheinlich darf ich mir von dem ein oder anderen jetzt Spott anhören: Aber mit der Dampfdüse
der Espressomaschine habe ich noch nie ordentlichen Milchschaum hinbekommen. Ich bevorzuge immer noch die
alte Methode: Milch in ein Töpfchen geben, unter sanften Schlagen erhitzen, bis sich genügend Schaum bildet.
Der entstandene Milchschaum ist wunderbar fest und locker, bei richtigem Schlagen (nicht zu fest!) auch schön
feinporig.
Diesen Milchschaum dann mit einem Schöpflöffel in ein hohes, festes Glas geben. Es darf ruhig auch
flüssige heiße Milch dabei sein. Das Glas fast voll machen.
Den Milchschaum ein bißchen absetzen lassen. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch sanft das Glas aufstoßen, das fördert das Absetzen.
Wenn es schnell gehen soll, dann geben Sie gleich zu Anfang etwas heiße Milch in das Glas. Bei aromatisiertem Latte Macchiato den Sirup zu der heißen Milch geben.
Der Espresso für den Latte Macchiato
Jetzt ist die Zeit, frischen Espresso aus der Maschine zu lassen. Ein normaler Espresso - die Minitasse -
reicht vollkommen aus. Bitte nehmen Sie keinen gewöhnlichen Kaffee und auch keinen entkoffeinierten Espresso.
Ein Fehler wäre es auch, den Aromasirup zum Espresso zu geben: Der Espresso wird schwerer als die Milch und
es bilden sich keine sauberen Schichten. Bitte den Espresso immer heiß verwenden und nicht auskühlen lassen.
Nun vorsichtig den Espresso ringförmig ins Glas gießen. Schön langsam. Wenn Sie sich nicht gleich trauen, können Sie ihn auch über die Rückseite eines Löffels eingießen, das hilft sehr. Wenn Sie sorgfältig genug vorgehen, bilden sich wunderbare Schichten.
Das ist eigentlich das ganze Geheimnis! Wenn Sie möchten, können Sie noch etwas Kakaopulver über den Latte Macchiato streuen. Bei Verwendung von Haselnuss-Sirup dann entsprechend gemahlene Haselnüsse, bei Schokosirup Schokoladenflitter. Auch Irish Cream Syrup und Vanillesirup wird noch zum Aromatisieren verwendet. Denken Sie daran, nur zur Milch geben, nicht in den Espresso.
Sieht er nicht prächtig aus? Ein Latte Macchiato wie aus dem Bilderbuch.
Für zuhause lässt sich ein Latte Macchiato übrigens auch gut und einfach über einen Kaffee Vollautomaten zubereiten. Egal woher Sie das jeweilige Gerät beziehen, man sollte dann aber auch auf die dazu gehörigen Accessoires wie Kaffeepads, Kaffeeservice und Ähnliches achten. Haben Sie schon mal den bereits oben erwähnten Sirup ausprobiert? Ihn gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen (Schokolade, Vanille, Haselnuss, Karamell etc.) und verleiht dem Kaffee eine besondere Note. Aber Achtung: Ein Latte Macchiato ist kalorienreich und kann daher als vollwertige Nachspeise bzw. Dessert angesehen werden. Mit Bedacht verzehrt ist das Getränk aber ein unvergleichlicher Genuss!
